Hundescheiße im Schalterraum

Samstag 23 Februar 08

Eine Bank Degerloch hatte einer Frau eine Rechnung über 52,96 € geschickt weil ihre Tochter mit Hundekot an den Schuhen den Schalterraum verunreinigte. Das könnte man ja einsehen, wäre da nicht die Art und Weise wie die Bank der Kundin auf die Schliche kam. Sie wertete die Videobänder und Transaktionsdaten des Geldautomaten aus. Die Bank hätte die Videoaufzeichnungen und Kundendaten nicht nutzen dürfen. „…hätte nicht gedurft.“ Toll! Aber das derartige Vorgänge überhaupt stattgefunden haben ist schon ein Fall für sich. Da könnte ja die Polizei einfach so auf Demos auf Leute schießen und hinterher stellt irgendein Gericht fest: Ups, die durften das ja gar nicht.

Die Bank hat zwar einen Rückzieher gemacht und der Kundin „freundlicherweise“ die Zahlung erlassen, aber der ganze Vorgang zeigt wie niedrig „schwere Verbrechen“ anzusetzen sind, bei denen die Auswertung von Videodaten zum Einsatz kommt.

via: Kugelfisch Blog

Selbst gemacht

Donnerstag 21 Februar 08

Nachdem ich mich gestern so schön über Hip-Hop ausgelassen habe, muss ich nun mal für diese Musikrichtung eine Lanze brechen. Die Bandbreite rappt über den 11.9.

Ja da war im Pentagon dieses Fünf-Meter-Loch,
in dat sich angeblich eine Boeing verkroch,
Auf die Frage, wo sind doch die Turbinen verblieben.
War die Antwort der Aufschlag tät sie pulverisieren.
Doch wie eruirt man aus dem Pulver, dem gleichen,
einwandfrei Identitäten von über 100 Leichen?
Warum zeigen sich keine Wrackteile auf dem Rasen,
Warum verbirgt dat FBI, wat die Kameras sahen?
Warum ist denn auf den veröffentlichten Kamera-Frames,
dann kein einziges Mal eine Boeing zu sehen?

Vielleicht sollte das mal auf Viva gespielt werden und nicht dieser hirnlose Sido, Bushido und Fler-Mist. Ich glaube fast das das der einzige Weg ist den Jugendlichen von heute eine andere Sicht der Welt nahezubringen und nicht immer das zu glauben was man in der Bildzeitung liest .

via: nuoviso.de

Deutscha Doofboy

Mittwoch 20 Februar 08

Als ich neulich mal wieder den Fernseher einschaltete und auf dem Haussender der Content-Industrie und Dauerwerbesender für Klingeltöne hängen blieb, dachte ich erst ich würde halluzinieren. Das Lied „Deutscha Badboy“ (ja „deutscha“ mit a am Ende) von Fler wurde in den Äther gerührt.

Hier die besten Textpassagen

ich bin deutsch,bin drauf stolz
leute sagen,fler is proll
leute sagen,ich bin nazi
mir egal,sagt,was ihr wollt
hauptsache der rubel rollt,ich im benz und du im golf
adler auf der motorhaube,ledersitze schwarz rot gold
[...]
blaue augen,weiße haut,tätowiert,breit gebaut
jeder hats kapiert,ein deutscher badboy
[...]
ein deutscha badboy,ein deutscha badboy boy
ein deutscha badboy,ein deutscha badboy
ein deutscha badboy,dddddddeutsch

Soviel Nationalstolz wie da drin steckt könnte das der nächste Soundtrack zur „Du bist Deutschland“-Kampagne werden. Von der Dummheit her könnte es ja passen. Angesichts solcher sinnfreier Textpassagen braucht man sich über die zunehmende Verblödung der Jugend nicht zu wundern. Aber wenigstens Nationalstolz haben sie…

Gute Nacht Deutschland